Auf der Tagung wurde diese neue Internetseite vorgestellt, auf der zahlreiche Informationen rund um das Recycling mineralischer Bauabfälle aufgeführt sind. Die Seiten werden vom LfU gepflegt. Wie gute Beispiele aus der Praxis zeigen, gibt es viele innovative Lösungsansätze zur weiteren Stärkung der Kreislaufwirtschaft. Beispielsweise wird Bauschutt so aufbereitet, dass er als Gesteinskörnung in der Betonproduktion wiederverwendet und damit in den Hochbau zurückgeführt werden kann. Auch für eher problematische Abfallmassenströme wie Böden, Boden/Bauabfallgemische oder pechhaltigen Straßenaufbruch gibt es mittlerweile innovative Verfahren, die eine weitere Stärkung der Kreislaufwirtschaft in Rheinland-Pfalz versprechen.
Das erfolgreiche Konzept kann jedoch leider nicht für alle Massenströme in gleicher Weise angewandt werden. Bei einer Aufbereitung der Abfallmassen zu hochwertigen Produkten müssen stets auch ungeeignete Materialien ausgeschleust und auf Deponien entsorgt werden. Um deren künftigen Bedarf ermitteln zu können, wurde das ifeu-Institut Heidelberg (zusammen mit u.e.c. Berlin) mit der Erstellung einer Deponiestudie beauftragt. Hierin wurde abgeschätzt, wie groß das künftige Abfallaufkommen sein wird und wie lange die vorhandenen Deponiekapazitäten ausreichen werden. Die Vorstellung der Ergebnisse dieser Studie, die auch regionale Aspekte berücksichtigt, war ein weiteres zentrales Thema der Arbeitstage.
Der rheinland-pfälzische Umweltstaatssekretär Dr. Thomas Griese sieht in der Deponiestudie insbesondere auch einen Weckruf zur Verstärkung des Recyclings im Land. Jährlich fallen rund 6,7 Millionen Tonnen an Bauabfällen an, davon werden rund zwei Millionen Tonnen verbracht – mit steigender Tendenz. Diese Entwicklung müsse gestoppt werden. Die Lösung sieht Dr. Griese in der Stärkung der Kreislaufwirtschaft, damit zukünftig nur noch solche Abfälle deponiert werden, die aufgrund ihrer Belastung nicht zu verwerten sind.
Es besteht die Möglichkeit, dem LfU bis Ende August 2016 ein Feedback zu der Deponiestudie zu geben. Ihre Anmerkungen, Einschätzungen und Anregungen können Sie unter der Mailadresse poststelle(at)lfu.rlp.de einsenden. Ihre Kommentare helfen uns, Vorschläge für die weitere Vorgehensweise zu erarbeiten.
Die Kurzfassung der Deponiestudie sowie die Vorträge der Veranstaltung finden Sie in unserem Downloadbereich.