Bauschuttrecycling

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Kreislaufwirtschaft im Baustoffrecycling

Kreislaufwirtschaft auf dem Bau Rheinland-Pfalz

Mineralische Bauabfälle sind mit Abstand der größte Abfallmassenstrom in Deutschland. Die Reduzierung und Verwertung von Bauabfällen sind daher wichtige Ziele einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.

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Aktuelle Nachrichten

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Mit der Gipsrecyclinganlage in Zweibrücken (REMONDIS GmbH & Co. KG Region Südwest) bieten mittlerweile im ganzen Bundesgebiet vier Anlagen ein hochwertiges Gipsrecycling an. In der sich seit Ende 2018 im Probebetrieb befindenden Anlage können aus Gipskartonplatten und Gipsformteilen jährlich bis zu 72.000 Tonnen reinster Gips zur Wiederverwendung in der Industrie hergestellt werden.

Kontrollierter Rückbau

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Eine Kreislaufwirtschaft auf dem Bau funktioniert dann, wenn RC-Baustoffe die gleichen Eigenschaften aufweisen wie die konventionell auf Basis primärer Rohstoffe hergestellten Baustoffe. Die entsprechenden Regelwerke für die Baustoffe im Straßen- und Wegebau als auch diejenigen für Zuschlagsstoffe für den Hochbau unterscheiden darin auch nicht. Für einen Bauherren wichtig ist es, das angefragte Produkt in der geforderten Eigenschaft zu erhalten und dies nachweislich einer entsprechenden Güteüberwachung und Qualitätssicherung. Die Zusammensetzung des Produktes und die Produktionsweise ist deutlich von nachrangigem Interesse.

Entsorgung über Deponien

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Deponien sind grundsätzlich Anlagen zur Abfallbeseitigung. Abfälle dürfen nach der geltenden Rechtslage (KrWG) nur dann beseitigt werden, wenn sie sich nicht verwerten lassen. Nach §7 (2) KrWG sind die Erzeuger oder Besitzer von Abfällen zur Verwertung ihrer Abfälle verpflichtet.

Nach § 6 (1) KrWG stehen die Maßnahmen der Vermeidung und Abfallbewirtschaftung in folgender 5-stufiger Abfallhierarchie:

  • Vermeidung
  • Vorbereitung zur Wiederverwertung
  • Recycling
  • sonstige Verwertung, insbesondere energetische Verwertung und Verfüllung
  • Beseitigung

Innovative Verfahren

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Infolge der Verlagerung der Bautätigkeiten in die Entwicklung im Bestand und dies sowohl im Straßen und Wegebau als auch im Hochbau, führt dies zu einem weiter anwachsenden Aufkommen an mineralischen Bauabfällen. Diese Massenströme gilt es als sekundäre Rohstoffe zu nutzen und sie so aufzubereiten, dass sie als hochwertige Bauprodukte gleichwertig zu konventionellen Baustoffen wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden können. Ein Unterfangen, das schon heute nicht immer und für alle Ausgangsmaterialien gelingt

 

Nutzung von Recycling-Baustoffen

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