Entsorgung über Deponien

Entsorgung über Deponien

Deponien sind grundsätzlich Anlagen zur Abfallbeseitigung. Abfälle dürfen nach der geltenden Rechtslage (KrWG) nur dann beseitigt werden, wenn sie sich nicht verwerten lassen. Nach §7 (2) KrWG sind die Erzeuger oder Besitzer von Abfällen zur Verwertung ihrer Abfälle verpflichtet.

Nach § 6 (1) KrWG stehen die Maßnahmen der Vermeidung und Abfallbewirtschaftung in folgender 5-stufiger Abfallhierarchie:

  • Vermeidung
  • Vorbereitung zur Wiederverwertung
  • Recycling
  • sonstige Verwertung, insbesondere energetische Verwertung und Verfüllung
  • Beseitigung

Mit Ausnahme von Deponiebaustoffen (Abfälle zur Verwertung) dürfen auf Deponien nur die Abfälle abgelagert werden, die sich nachweislich nicht verwerten lassen. Aus Gründen des Ressourcenschutzes ist es wichtig, einen möglichst hohen Anteil der mineralischen Abfälle aufzubereiten, im Wirtschaftskreislauf zu halten und gemäß der wertgebenden Eigenschaften der unterschiedlichen Abfallmassen möglichst hochwertig zu verwerten.

Gerade ein hochwertiges Recycling, dem es gelingt, hochwertige Baustoffe mit definierten Eigenschaften zu produzieren, die erfolgreich in Konkurrenz zu konventionellen Baustoffen treten können, ist darauf angewiesen, ungeeignete Teilströme aus dem Materialkreislauf auszuschließen. Diese Teilströme können durch eine Deponierung eine Schadstoffsenke darstellen.

Deponien sind nach Deponieverordnung DepV in Deponieklassen eingeteilt und stellen durch entsprechende Maßnahmen und günstige Standortvoraussetzungen eine schadlose Entsorgung sicher.